Altlastensanierung in Neu-Ulm

Auf einer derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche in Neu-Ulm plant die Stadt die Entwicklung des Gewerbecampus „Filchnerstraße“. Im Rahmen einer routinemäßig ausgeführten kampfmitteltechnischen Voruntersuchung wurde festgestellt, dass im Umgriff des Bebauungsplangebietes großflächige Abweichungen vorliegen, die auf frühere Kiesabbauflächen mit einer unbekannten Wiederverfüllung hindeuten.

Die Hauptaufgabe während der viermonatigen Bauzeit besteht darin, die größtenteils kontaminierten Wiederverfüllungen vollständig zu entfernen. Auf einer Fläche von ungefähr einem Fußballfeld und bis zu einer Tiefe von fünf Metern werden dazu rund 20.000 Kubikmeter Boden, Beton, Bauschutt, Asphalt, Altholz, Altreifen, Schrott und Baumischabfälle ausgehoben, sortiert, analysiert und entsorgt. Teilweise sind diese Bestandteile stark belastet, was die Entsorgung zusätzlich erschwert.

Bereits kurz nach Beginn der Aushubarbeiten wurde in einer Tiefe von rund drei Metern Grundwasser angetroffen. Derzeit laufen die Planungen für einen Baugrubenverbau inklusive Grundwasserabsenkung, welcher aufgrund der neuen Erkenntnisse zusätzlich erforderlich wird. Abschließend wird die entstandene Grube mit unbelastetem und gut verdichtbarem Liefermaterial wiederverfüllt. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Oktober 2019 vorgesehen.

 
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