Bodan-Werft in Kressbronn

Bauzeit: 08/2014 bis 06/2017
Wohneinheiten: 102
Tiefgaragenplätze: 250
Wohnfläche: 15.400 m2

Exklusive Wohnungen in drei Bauabschnitten

Im Jahr 1919 gegründet, war die Bodan-Werft in Kressbronn einst die größte industrielle Werft am Bodensee. Im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans wurde eine Umnutzung des Geländes beschlossen und umgesetzt. In den ersen beiden Bauabschnitten wurden sechs Gebäude mit insgesammt 102 Wohnungen und 250 Tiefgaragenplätzen fertiggestellt. Die Architektur besticht durch Klarheit und Öffnung der Wohnräume zur Südwest-Seite mit Blick auf den Bodensee. Die vorgehängte und hinterlüftete Fassade besteht aus Lärchenholzlamellen und Faserzementplatten mit einer geschossweisen horizontalen Bänderung aus Faserzementbauteilen. Das anstehende Grundwasser in der Baugrube wurde durch einen geschlossenen Spundwandverbau separiert und anschließend über ein Absetzbecken in den angrenzenden Bodensee gepumpt. Die Tiefgarage und die Keller der Wohngebäude wurden als „Weiße Wanne“ mit speziellem Abdichtungskonzept gegen den Grundwasserdruck ausgeführt. Die Bodenplatte der Tiefgarage wurde verstärkt und mit zusätzlichen Schwerlastkörpern gegen den Auftrieb des Grundwassers gesichert.

In enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde wurden zwei von insgesamt sechs vorhandene Werfthallen im „Haus in Haus Prinzip„ zu Wohngebäuden umgebaut. Vor der umfangreichen Sanierung wurde ein detailliertes Sanierungskonzept entwickelt. Die westlich gelegene Stahlbetonhalle mit Fachwerkholzbinder aus dem Jahr 1956 wurde bis auf die Tragkonstruktion zurückgebaut. Anschließend wurde das neue Gebäude in der Halle unterkellert und mit der im zweiten Bauabschnitt gebauten Tiefgarage verbunden. Parallel zum Bau des Wohngebäudes in der Halle wurde die eigentliche Sanierung und Konservierung der Stahlbetonhallenkonstuktion und des Holzfachwerks ausgeführt. Schlussendlich wurden neun, überwiegend Maisonettewohnungen und eine Zahnarztpraxis in die renovierte Bestandshalle integriert. Die östliche Stahlhalle aus dem Jahr 1936 inkl. deren Schnürbodenanbau wurde ebenfalls bis auf die Tragkonstruktion zurückgebaut. Die Gründung des neuen Gebäudes wurde in die vorhandene Slipanlage integriert und mittels schräg, teils konisch verlaufenden Stahlbetonstützen umgesetzt. Die zehn Wohnungen können über einen Glasaufzug erreicht werden. Das Projekt erhielt die Hugo-Häring-Auszeichnung 2017 den Architekturpreis des Landesverband Baden-Württemberg.

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