Rückbau und Sanierung eines ehemaligen Speditionsgeländes

Projektübergabe vor geplantem Bauende

Den Rückbau und die Sanierung eines ehemaligen Speditionsgeländes in Heimertingen bei Memmingen erfolgte durch die Geiger Umweltsanierung. Durch den jahrzehntelangen Betrieb einer LKW-Werkstatt sowie der dazugehörigen Betriebstankstelle wurde ein massiver Ölschaden verursacht, der bis ins Grundwasser durchsickerte.

Vor Beginn des maschinellen Abbruchs musste das Team sämtliche nichtmineralischen und mineralischen Materialien, ausbauen. Neben der Entfernung der Dacheindeckung, bestehend aus rund 1.000 Quadratmeter asbesthaltiger Faserzementplatten, musste auch die Heizanlage, elektrische Leitungen und Anlagen ausgebaut werden sowie mehrere Altöltanks fachgerecht entleert, gereinigt und entsorgt werden. Danach galt es zunächst, als Vorbereitung für die Bodensanierung, einen Gartenzaun zurückzubauen, mehrere Obstbäume umzupflanzen sowie zwei Grundwassermessstellen zu sichern. Parallel zum Oberbodenabtrag und dem frei geböschten Voraushub wurde durch unsere Verfahrenstechnik die geforderte Wasserreinigungsanlage installiert. Bevor der Hauptschadensbereich mittels Spundwand verbaut werden konnte, musste vorher noch eine Trinkwasserleitung sowie ein Abwasserkanal aus Stahlbeton für die Dauer der Maßnahme provisorisch umgelegt werden.

Innerhalb des Spundwandkastens erfolgte auf einer Fläche von circa 250 Quadratmeter der vollständige Bodenaushub bis zu einer Tiefe von vier Metern. An manchen Stellen sogar bis zu einer Tiefe von sechs Metern. Insgesamt wurden rund 1.600 Tonnen Boden entsorgt. Ein Teil des Aushubs war allerdings so schwach verunreinigt, dass er wieder eingebaut werden konnte. Für die Rückverfüllung der restlichen Baugrube wurde Kies angeliefert.

Für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands wurde nach der Entfernung der Spundwände der Abwasserkanal und die Trinkwasserleitung wieder in die ursprüngliche Trasse zurückverlegt. Mit Erstellung einer neuen Grundwassermessstelle, dem Einbau des Oberbodens sowie der Wiederherstellung des Gartenzauns endete das Projekt im Januar 2019. Die Sanierung konnte somit rund zwei Monate vor dem geplante Bauende fertiggestellt werden.

 
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