Fremdstromsysteme

Die elektrochemische Reaktion erzeugt einen sogenannten Korrosionsstrom, der mit Hilfe von Messtechnik darstellbar ist. Je höher der messbare Strom, desto höher sind die Korrosionsraten.

Bei sogenannten Fremdstromsystemen wird mit Hilfe eines Gleichrichters über zu verlegende Kabelleitungen ein externer elektrischer Strom in das Bauwerk eingebracht, welcher dem Korrosionsstrom entgegenwirkt. Das Potential der Bewehrung wird dadurch in negative Richtung verschoben. Durch diesen sogenannten „Schutzstrom“ erfolgt eine kathodische Polarisation der Bewehrung, wodurch der Korrosionsvorgang auf ein technisch vernachlässigbares Niveau verringert werden kann.

Als Anodenmaterial werden speziell auf das Bauwerk abgestimmte Systeme verwendet:

  • MMO beschichtete Titananoden aus Bändern oder Gittern
  • Diskretanoden
  • Leitfähige Beschichtung

Die Auswahl des passenden Anodensystems erfolgt in der Regel aufgrund mehrerer Einflussfaktoren, welche im Vorfeld der Planung von dafür qualifiziertem Personal ermittelt und festgelegt werden.

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